Chancen / Risiken und Tipps

Chancen in der Privatvermarktung

Die meisten Interessenten, die Privatverkäufer ansprechen, sind häufig auf der Suche nach
Schnäppchen. Daher gibt es grundsätzlich ein großes Interesse an provisionsfreien Angeboten.

Bei einem erfolgreichen Privatverkauf sparen Sie das Honorar des Immobilienmaklers, müssen
aber auch Ihre Kosten der Vermarktung vom Verkaufsschild bis zum Notarvertrag berücksichtigen.

 

Risiken in der Privatvermarktung und Tipps

 

"... hätte ich das gewusst, hätte ich es anders gemacht"

Damit Sie das nicht irgendwann sagen müssen, wollen wir Ihnen mit einigen Tipps, aber auch konkreten
Fehlerhinweisen bei dem Verkauf Ihrer Immobilie behilflich sein.

1. Recherche/Planung
Häufig machen sich private Immoblienverkäufer nur wenige Gedanken über den eigentlichen Verkaufsprozess
bevor sie das eigene Haus oder die eigene Wohnung zum Verkauf bringen. Dabei handelt es sich bei diesem
komplexen Thema um einen Vorgang mit grosser finanzieller Tragweite.
Tipp: Starten Sie daher nicht " einfach mal einen Versuch", sondern planen Sie den Verkauf detailliert.
Beispiele: Welche Unterlagen benötige ich? Welchen Preis wähle ich? Wann soll der Verkauf abgeschlossen
sein? Wie stelle ich meine Erreichbarkeit für Anfragen sicher?

2. Immobilienbeschreibung
Ihr Haus oder Ihre Wohnung haben Sie im Laufe der Zeit ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack
gestaltet. Verkäufer neigen oft dazu, in der Werbung oder am Telefon das Objekt zu positiv zu schildern,
und schaffen bei den Interessenten dadurch schnell falsche Vorstellungen über die Einrichtung oder den
Zustand des Objektes.
Wenn bei der Besichtigung für den Interessenten der Eindruck entsteht, er wurde falsch informiert, ist
dies ungünstig für einen erfolgreichen Verkauf.
Tipp: Schildern Sie Ihre Immoblie so neutral wie möglich! Vermeiden Sie subjektive Einschätzungen, was
für den einen schön ist muss noch lange nicht den Geschmack des anderen treffen.
Machen Sie sich aber eine eine Liste der Vor- und Nachteile Ihrer Immobilie.

3. Preiseinschätzung
Den richtigen Angebotspreis festzulegen ist einer der wichtigsten Punkte beim Immobilienverkauf.
Liegt der Preis zu niedrig, verschenken Sie Geld. Liegt er zu hoch, verprellen Sie Interesseten.
Immobilien sind sehr individuell, das macht es schwer ihren Wert zu bestimmen. Eine ausführliche
Marktanalyse ist erforderlich. Diese berücksichtigt u.a. die Lage, den Immobilientyp und den Zeitpunkt des Verkaufes.
Tipp: Wenn Sie im Zweifel sind, wieviel Geld Sie für Ihre Immobilie verlagen können, wenden Sie sich an einen Fachmann/-frau

4. Unterlagen
Die Kaufinteressenten und später die finanzierende Bank möchten sich natürlich über Ihre Immobilie informieren.
Stellen Sie bitte sicher, dass Sie alle nötigen Unterlagen bereit halten.
Tipp: Erstellen Sie auch ein aussagefähiges Expose wobei die Gestaltung dem Wert des Hauses angepasst sein sollte.

5. Erreichbarkeit
Das Angebot an Immobilien ist gross, daher wird ein Interessent nicht x mal versuchen Sie zu erreichen sondern sich dann eher
anderen Anbietern zuwenden. Da ist Ihr Anrufbeantworter ein schlechter Gesprächspartner.
Tipp: Stellen Sie sicher, dass Interessenten Sie erreichen können. Planen Sie auch genügend Zeit für Besichtigungen ein.
Besonders abends und auch am Wochenende.

6. Verkaufsdauer
Die nötige Zeit für einen Immobilienverkauf wird häufig stark unter- aber auch überschätzt. Beides bleibt nicht ohne Folgen.
Wer glaubt, den Verkauf kurzfristig abwickeln zu können, kommt schnell unter Druck. Der angepeilte Umzugstermin rückt näher und das
Objekt ist noch nicht verkauft. Mit diesem Druck ist der Verkäufer schnell in der schlechteren Verhandlungsposition.
Aber auch ein zu langer Verkaufszeitraum drückt den Preis. Eine Immobilie die seit eine halben Jahr angeboten wird, schmälert das
Interesse. Wer will schon ein Haus kaufen, das sonst scheinbar keiner haben will.
Tipp: Umso zügiger Sie Ihre Immobilie verkaufen können, desto besser wird der Preis sein, den Sie erzielen! Planen Sie aber nicht
zu knapp, um nicht unter Zugzwang zu geraten.